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Krebsbachauebei Böblingen und GärtringenDie Krebsbachaue ist, als eines der letzten verbliebenen Teile des ehemals großen Feuchtgebiets zwischen Böblingen und Gärtringen, besonders wertvoll für den Natur- und Landschaftsschutz. Große Teile sind daher als Natur- oder Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.
Bis in die Vorkriegszeit stand diese Gegend praktisch ständig unter Wasser. Der Untergrund aus Gipskeuper war über Jahrtausende hinweg ausgespült worden und in dieser entstandenen Senke floss das Wasser daher nur schwer ab. Wasserundurchlässige Schichten wie Ton oder Lehm verhinderten zusätzlich die Versickerung. Auf diese Weise bildete sich ein Refugium für Tier- und Pflanzenarten, die sich in solchen Feuchtwiesen wohl fühlen.
Später brachten Drainagen und Tieferlegungen des Krebsbachs das Aus für diese ortstypische Flora und Fauna. Fast acht Jahrzehnte lang wurde auf dem trocken gelegten Grund Ackerbau betrieben. Erst umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen der letzten Jahre brachten die Wiedergeburt des Biotops.
Heute bilden ausgedehnte Feuchtwiesenkomplexe, Magerrasenstandorte und extensiv genutzte Grünlandbereiche zusammen mit einem Netz von Fließgewässern ein eng verzahntes Biotopmosaik, welches insbesondere seltenen Vogelzugarten wichtigen Lebensraum bietet. Braunkehlchen, Rohrammer, Sumpfrohrsänger oder Teichrohrsänger nisten hier und sogar ein Weißstörche wurden schon gesichtet. Stillwasserflächen und ökologisch besonders aktive Flachwasserzonen bieten Lebensräume für Amphibien und zahlreiche Insektenarten
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