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Umweltdezernent Wolf Eisenmann: „Wer Produkte der Landkreis-Apfelsaftinitiative kauft und genießt, ist aktiver Naturschützer!“


Der Termin hat Tradition – dieses Mal in der Herrenberger Getränkehandlung Holz präsentierte der Böblinger Umweltdezernent Wolf Eisenmann den bereits 15. Jahrgang der Landkreis-Apfelsaftinitiative. Und noch etwas ist dabei üblich – kommt ein neuer Jahrgang, kommt meistens auch Zuwachs für die Apfelsaftfamilie. So auch dieses Jahr: Mit sortenreinen Säften möchten Manfred Nuber und Helmut Ohngemach von der Kreisapfelsaftinitiative neue Vermarktungsstrategien angehen.


„Sowohl die Gewürzluike als auch die Oberösterreichische Weinbirne sind nennenswerte Bestandteile unserer Streuobstwiesen,“ weiß Manfred Nuber. „Jeder für sich liefert einen wohlschmeckenden Saft mit ganz eigener Charakteristik.“ Die Gewürzluike ist eine bei uns sehr bekannte und weit verbreitete Apfelsorte mit markantem Aroma und einer kräftigen Saftfarbe. Der Saft schmeckt würzig frisch mit leicht trockener Note. Die Oberösterreichische Weinbirne, die auch unter dem Name „Speckbirne“ bekannt ist, ist wegen ihres weinartig milden Aromas eine der wertvollsten und beliebtesten Streuobstbirnensorten. Ihr Saft schmeckt fruchtig mild und erinnert beinahe an frisch gepressten Traubensaft. Insbesondere für die Birnen sind jedoch die Preise in den Mostereien äußerst schlecht, weswegen mit diesem sortenreinen Saft ein neuer Vermarktungsweg geboten wird.


Neben dem, dass ihm beide Säfte richtig toll schmecken, freut sich Wolf Eisenmann vor allem über eins: „Beide Produkte kommen in unseren Wiesen häufig vor. Wenn wir hier nun Anreize schaffen, diese Sorten für unsere neuen Säfte abgeben zu können, schaffen wir damit auch neue Motivation, die entsprechenden Bäume und Streuobstwiesenflächen nachhaltig zu pflegen und zu erhalten. Damit ist wieder ein Beitrag zum Schutz dieser ökologisch wertvollen und wunderschönen Landschaftselemente geleistet.“ Zudem eröffnet sich durch das erweiterte Angebot der Landkreis-Apfelsaftinitiative auch für den Kunden ein verbessertes Angebot – und damit, so hofft man im Landratsamt, ein erweiterter Kundenkreis.


Die Vermarktung der Säfte erfolgt über die PLENUM Heckengäu Regionalinitiative „HEIMAT – Nichts schmeckt näher“. PLENUM Heckengäu hat auch die Konzeption des Ganzen unterstützt. „Die Säfte passen ganz hervorragend in die Produktlinie der HEIMAT – Nichts schmeckt näher,“ so der Chef des Umweltdezernats. „Wir wollen mit all unseren Erzeugnissen genussvoll Naturschutz betreiben – das unterstreichen wir erneut mit den zwei neuen Säften.“


Schluck für Schluck praktizierter Naturschutz – so lautet von jeher der Slogan, der jeden Apfelsaft-Pressetermin begleitet. Der 15. Jahrgang des Kreisapfelsaftes nach dem tollen Obstjahr 2011 ist auf jeden Fall ein Grund zu feiern. „Wir hoffen, dass der neue Jahrgang die Absatzmengen wieder etwas steigern kann.“ Zuletzt musste die Landkreis-Apfelsaftinitiative auf dem hart umkämpften Saftmarkt Absatzeinbußen hinnehmen. „Wir wollen deshalb verstärkt die Botschaft transportieren, dass jeder, der beim Einkauf zu den Produkten der Landkreis-Apfelsaftfamilie greift, unmittelbar zum Erhalt unserer Kulturlandschaft beiträgt, “ so Eisenmann. Insbesondere jetzt, wo man sich in den nächsten Wochen wieder an der Blütenpracht in den Streuobstwiesen freue, sollte die Lust darauf, für den Erhalt dieser wunderschönen Natur auch selbst etwas zu tun, auf jeden Fall da sein.


Wer mit einer der Obstannahmestellen des Landkreis-Apfelsaftes einen Vertrag schließen kann, erhält einen um 7,50 € / 100 kg höheren Erlös für die Ernte als der Marktpreis, verpflichtet sich aber im Gegenzug auch dazu, die Obstbäume zu pflegen und zu erhalten bzw. bei Bedarf nach zu pflanzen. Leider ist die Zahl dieser Vertragsnehmer begrenzt durch die verkaufte Menge von Landkreis-Apfelsaftprodukten, die etwa bei 10% der gesamten Apfelsaftmenge im Landkreis liegt, so dass leider jedes Jahr bei weitem nicht alle Interessenten zum Zug kommen können.


Informationen dazu gibt es bei der Fachberatungsstelle für Obst- und Gartenbau beim Amt für Landwirtschaft des Landkreises Böblingen, Tel. 07032 / 2005-46.

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